Radtour #04

Mit unserer 4. und letzten Radtour in diesem Jahr knüpften wir an unsere erste im April an, zumindest was die Außentemperaturen und den Startpunkt betraf. Bei Temperaturen von 9 - 10 Grad machten wir 8 Personen uns am 8. Oktober auf den Weg von den Deichtorhallen Richtung Süden. Kreuz und quer durch Wilhelmsburg war das Motto. Es sollten die eher unbekannten Seiten dieses Stadtteils entdeckt werden. Die meisten Menschen kennen die Elbinsel von ihren Fahrten gen Süden auf der Autobahn oder Schiene, wo sie dann zumeist nur die Hochhäuser von Kirchdorf-Süd zur Kenntnis nehmen, und neuerdings vielleicht noch von ihrem Besuch der Internationalen Gartenschau. Aber Kreetsand, Goetjensort, Moorwerder und das Reiherstiegviertel bleiben meist im Verborgenen.
Nachdem wir den uns schon bekannten Radweg an den Großmarkthallen vorbei hinter uns gelassen hatten, mussten wir zunächst mal die Norderelbe überqueren und uns durch das Verkehrsgewühl schlängeln, das Autobahn- und diverse Hafenzubringer dort bilden. Da können die RadfahrerInnen sehen, wo sie bleiben.
Vom Deich entlang des Spreehafens hat man einen unvergleichlichen Blick auf das Panorama Hamburgs und der Markt auf dem Stübenplatz zeigt die ganze Palette von Multikulti. Dann aber wurde es ländlich und idyllisch auf der Brücke über die Wilhelmsburger Dove-Elbe mit einer ersten Pause, ein Stückchen weiter an der Windmühle Johanna, entlang des Jenerseitedeichs und des Einlagedeichs mit Strohdachhäusern und weiten Blicken über die Landschaft mit Michel, Hochhaussiedlung und Hafenkränen in der Ferne. Weiter durch Moorwerder zur Bunthäuser Spitze, wo sich die Elbe teilt, an Salat- und Gemüsefeldern mit Gewächshäusern vorbei an einen kleinen Elbstrand gegenüber dem Friedhof Finkenriek und zur alten Elbbrücke nach Harburg, wo eine weitere Pause anstand. Danach wieder nördlich durch Kirchdorf und über das IGS-Gelände. Bevor wir wieder zum Stübenplatz kamen und einkehrten, konnten wir noch etwas von der verbliebenen Industrie- und Hafenatmosphäre am Reiherstieg und Vering-Kanal erkennen. Die letzte Etappe führte über den gut ausgebauten Radweg zum alten Elbtunnel, wo unsere Fahrt, nachdem wir die Elbe unterquert hatten, um ca. 17.30 endete.