Radtour #06

Am 10. Juni 2017 versammelten sich 11 Menschen vor dem Eingang des Ohnsorg-Theaters - nicht, um für den Erhalt der plattdeutschen Sprache zu demonstrieren, sondern um zu unserer 6. Radtour aufzubrechen. Und tatsächlich waren es auch nur 8, denn eine Mitradlerin kam unterwegs dazu und zwei hatten sich etwas verspätet und wir mussten in St. Georg erst zusammenfinden. Bei idealem Sommerwetter hatten wir über 5 Stunden eine schöne gemeinsame Zeit mit interessanten Gesprächen übers Radfahren, über Medizin und Technik (diesmal leider auch über die Plattfußrepariertechnik) und über Gott und die Welt. Vor allem aber sahen wir viele Neuigkeiten, aber auch Bekanntes am Wegesrand: Die Gertrudenkirche, die sich im Kuhmühlenteich spiegelt, die ehemalige Frauenklinik Finkenau, die erste Hamburger Fahrradstraße, unheimliche Unterführungen kurz bevor sich der Mühlenteich in Friedrichsberg öffnet, das Hamburger Staatsarchiv in seinem blauen Gebäude, ein ewig stinkendes Hefewerk, einen Botanischen Sondergarten, ein Naturbad, die alte Rahlstedter Feldsteinkirche, ein Café mit leckeren Torten, ein ehemaliges Truppenübungsgelände, das jetzt ein Naturschutzgebiet ist, die Reste der Burg Arnesvelde und einen 350 m langen Holzsteg im nassen Stellmoorer Tunneltal kurz vor Ahrensburg, unserem Ziel. Stadt, Wald, Felder, Wiesen, Wildnis. Und natürlich viel Wasser entlang der Wandse und der Stellau mit allen Variationen - spiegelglatt, rauschend laut an den Wehren, offen und weit, leise gurgelnd im Gebüsch, kanalartig, gewunden durch stille Wiesen, große Teiche und verwunschene Tümpel, Schwäne, Enten und Reiher im oder auf dem Wasser. Wer also einen abwechslungsreichen Spaziergang oder eine entsprechende Radtour mitten in der Stadt machen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Den Rückweg konnten wir ab Ahrensburg-West praktischerweise mit der U-Bahn zurücklegen. 
Grob lässt sich der Tourenverlauf auf dem Foto unten erkennen, für mehr Details nutzen Sie bitte den nachfolgenden Link: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=imlhlvdjeigjguau (nicht irritieren lassen: Die Aufzeichnung liegt manchmal ein wenig neben dem gefahrenen Weg)