August 2017

DSO hat ihren Jahresbericht 2016 veröffentlicht

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat jetzt ihren umfangreichen Jahresbericht für 2016 vorgelegt. Er enthält auf 114 Seiten vielfältige Informationen zur DSO selbst, ihrer Organisation und ihren Aufgaben, sowie zur Organspende und natürlich eine Menge Zahlenmaterial zur Transplantationstätigkeit insgesamt, aber auch zu einzelnen Zentren und Organen. Wer dieses umfassende Papier lesen möchte, erhält es →hier.
Wer sich ausschließlich für Daten zur Nierentransplantation in Hamburg und Lübeck interessiert, wird auf unserer Internetseite unter →Informationen/weitere Informationen/Transplantation fündig.

 


Juli 2017

Dialysezentren und -praxen in Hamburg und Umgebung

In der Juli-Ausgabe unseres Mitgliedermagazin "Info" ist eine große Übersichtstabelle über die Dialysepraxen und -zentren in Hamburg und der näheren Umgebung mit Stand vom Mai 2017 enthalten. Auf unserer Internetseite finden Sie diese Übersicht unter →Informationen/weitere Informationen/Dialyse.

 


Juli 2017

Trauer um Heinz Jagels

Am Mittwoch, den 19. Juli 2017 ist unser Vorstandsmitglied Heinz Jagels in freier Entscheidung nach dem Absetzten aller Medikamente und dem Aussetzen aller Dialysen mit 71 Jahren friedlich verstorben. Das ist sehr traurig und erlösend zugleich. Unser Beileid zum Tode von Heinz gilt gleichermaßen allen Anghörigen, Freunden und Kollegen auch aus früherer Zeit.
"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Diese ersten Zeilen eines Gedichtes von Johann Wolfgang von Goethe treffen auf wenige Persönlichkeiten so zu, wie sie Heinz beschreiben. In unserer Winter-Info 176 werden wir einen ausführlichen Nachruf einstellen.


 Juli 2017

BARMER stellt ihren Krankenhausreport 2017 vor

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat die Krankenkasse kürzlich einen umfangreichen Bericht vorgelegt. Einige wenige Daten finden Sie nachfolgend, die vollständige Pressemeldung hier →. Der komplette Report ist auf der Internetseite der BARMER nachzulesen.
  • Kosten: Im Jahr 2016 lagen die durchschnittlichen Ausgaben je weiblicher Versicherter für den vollstationären Aufenthalt im Schnitt bei 771 Euro bei körperlichen und 99 Euro bei psychischen Erkrankungen. Je männlichen Versicherten fielen 789 und 88 Euro an. Der Krankenhausaufenthalt einer Patientin kostete im Schnitt 3.664 Euro bei körperlichen und 7.110 Euro bei psychischen Erkrankungen. Bei einem Patienten betrugen die Kosten im Schnitt 4.145 Euro bzw. 5.650 Euro (Report S.12).
  • Verweildauer: Die Patientinnen und Patienten bleiben immer kürzer im Krankenhaus. So sank die Verweildauer von 8,51 Behandlungstagen im Jahr 2006 auf 7,49 Tage im Jahr 2015. Dieser volle Tag weniger entspricht einem Rückgang um zwölf Prozent. Allerdings liegen psychisch erkrankte Menschen immer länger in der Klinik. Die Aufenthaltsdauer dieser Gruppe stieg in den Jahren 2006 bis 2016 im Schnitt von 22,15 auf 23,59 Tage. Das ist ein Zuwachs von 6,5 Prozent (Report S.34).
  • Regionale Unterschiede: Während in Baden-Württemberg im Jahr 2016 nur 177 und in Hamburg 188 von 1.000 Personen einen Krankenhausaufenthalt hatten, waren es in Sachsen-Anhalt 245 und in Thüringen sogar 247. Große Unterschiede gab es auch bei den Kosten je Versicherten. Sie schwankten zwischen 647 Euro für körperliche und 93 Euro für psychische Erkrankungen in Baden-Württemberg und 917 Euro und 88 Euro in Thüringen (Report S.39 und 41).
  • Diagnosen: Mit 41,3 Fällen je 10.000 Versicherten führte die Diagnose Herzinsuffizienz die Liste der häufigsten Hauptdiagnosen im Jahr 2016 an. Sie machte knapp 1,9 Prozent aller Krankenhausaufenthalte aus. An zweiter Stelle folgte mit 38,3 Fällen je 10.000 Versicherten die Diagnose Vorhofflattern und Vorhofflimmern. Danach kam auf Position drei die Diagnose Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol mit 36,5 Behandlungsfällen je 10.000 Versicherten und auf Position vier die Diagnose Angina Pectoris mit 28,3 Behandlungsfällen (Report S. 49).

 


Juli 2017

Veränderungen

Herr Dr. Frank Johnsen hat das AK Barmbek verlassen und arbeitet jetzt als als Sektionsleiter im Norddeutschen Shuntzentrum, einer Abteilung des Gefäßzentrums im Krankenhaus Reinbek.

Das Medizinische Versorgungszentrum Hamburg-Sinstorf hat kürzlich eine Zweigpraxis in Wilhelmsburg eröffnet. Adresse: Neuenfelder Str. 31 (Inselhöfe), 21109 Hamburg (Tel.: 040-75 66 68 890).

 


April 2017

Umfangreiche Strukturreform der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung

Mit der am 1. April in Kraft getretenen Psychotherapie-Richtlinie wurde die ambulante psychotherapeutische Versorgung grundlegend reformiert. Eine wesentliche Neuerung ist, dass Patienten künftig vor Beginn einer Behandlung in der Regel eine psychotherapeutische Sprechstunde aufsuchen müssen. Der Psychotherapeut klärt dabei ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegt und der Patient eine Psychotherapie benötigt oder ob ihm mit anderen Unterstützungs- und Beratungsangeboten geholfen werden kann. Eine ausführliche Information der Bundes Psychotherapeuten Kammer können Sie unter dem Menüpunkt Informationen/weitere Informationen/Sonstiges lesen.

 


März 2017

Behandlungsfehler: Urteil nach neun Jahren

Der frühere Fußball-Profi und heutige Dialysepatient Ivan Klasnic musste sage und schreibe neun Jahre warten, bis das Urteil zu folgenschweren Behandlungsfehlern seiner Ärzte gesprochen wurde. Am 31. März wurden sie zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz verurteilt.
Zur Erinnerung: 2005 wurden im Rahmen einer Blinddarm-Operation schlechte Blutwerte festgestellt, die der betreuende Mannschaftsarzt und eine weitere Internistin zuvor offenbar nicht erkannt hatten, obwohl sie diese hätten erkennen und behandeln müssen. 2007 erhielt der Fußballer eine Nierenspende von seiner Mutter, die jedoch abgestoßen wurde. Die daraufhin von seinem Vater gespendete Niere tat neun Jahre ihren Dienst.

 


März 2017

Nieren Selbsthilfe hat neuen Vorstand gewählt

Auf ihrer Sitzung am 2. März 2017 hat die Mitgliederversammlung der Nieren Selbsthilfe Hamburg e. V. turnusmäßig nach zwei Jahren einen neuen Vorstand gewählt. Dabei wurden fünf der sechs Vorstandspositionen in ihrem Amt bestätigt. Christa Marsig, unsere bisherige Schriftführerin, hat sich aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt. Als Nachfolger wurde Jens Tamcke gewählt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzende: Kerstin Kühn
Stellv. Vorsitzender: Peter Stoetzer
Kassenwart: Stefan Drass
Schriftführung: Jens Tamcke
Besondere Aufgaben: Joan Meins und Heinz Jagels

 


Februar 2017

Das UKE trennt sich von Herrn Prof. Nashan

Der örtlichen Presse war zu entnehmen, dass sich das Universitätsklinikum Eppendorf am 21. Februar 2017 von Herrn Prof. Nashan, Direktor der Klinik für Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie, getrennt hat. Der Transplantationsmediziner leitete die Klinik seit 10 Jahren. Gründe für die Trennung sind vom UKE nicht mitgeteilt worden. Wie man hört, gab es seit Langem Unstimmigkeiten über den Führungsstil des Klinikdirektors. Die angeblichen Unregelmäßigkeiten beim Lungentransplantationsprogramm, die vom UKE stets dementiert wurden, sollen dagegen keine Rolle gespielt haben. Die Klinik wird derzeit kommissarisch vom stellvertretenden Direktor, Herrn Prof. Lutz Fischer, geleitet.

 


Januar 2017

Selbsthilfeverbände gründen Interessenvertretung für Transplantationsbetroffene

Der Bundesverband der Organtransplantierten e. V. (BDO), der Bundesverband Niere e. V. (BN) und Lebertransplantierte Deutschland e. V. haben am 30. 1. 2017 die Bundesarbeitsgemeinschaft Transplantation und Organspende (BAG TxO) gegründet.

Die dazu veröffentlichte Pressemitteilung finden Sie hier.

 


Januar 2017

Zahl der Organspenden weiterhin niedrig

Aus einer Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Organtransplantation:

857 Menschen haben im Jahr 2016 nach ihrem Tod Organe für schwer kranke Patienten gespendet. Damit liegt die Zahl der Organspender in etwa auf dem Niveau von 2014 (864 Spender) bzw. 2015 (877 Spender). Demgegenüber stehen nach wie vor über 10.000 Patienten auf den Wartelisten, die in Deutschland dringend auf ein Spenderorgan warten.

Die Anzahl der postmortal gespendeten Organe lag 2016 bei insgesamt 2.867 gegenüber 2.901 Organen im Vorjahr. Insgesamt konnten bundesweit 3.049 Organe transplantiert werden, im Jahr zuvor waren es 3.084 Transplantationen. Die Differenz zur Zahl der jeweils gespendeten Organe ergibt sich aus dem internationalen Organaustausch über die Vermittlungsstelle Eurotransplant.

Im Vergleich der sieben Regionen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) entwickelten sich die Organspendezahlen unterschiedlich. Die höchsten Spenderraten verzeichnen die DSO-Region Ost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und die DSO-Region Nord-Ost (Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) mit 14,2 Spendern pro eine Million Einwohner gegenüber 10,4 Spendern im bundesweiten Durchschnitt.

 


November 2016

Qualitätsreport 2015 veröffentlicht

Der Qualitätsreport 2015 herausgegeben vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIC) in Berlin fasst die Ergebnisse der bestehenden externen Qualitätssicherung  unter anderem auch für alle Transplantationsverfahren für das Erfassungsjahr zusammen und vergleicht Sie anhand von Indikatoren mit den Vorjahresergebnissen. Der Qualitätsreport 2015 ist herunterladbar unter:

https://www.iqtig.org/ergebnisse/qualitaetsreport/

 


Oktober 2016

Seit dem 1. Oktober 2016 haben Patienten Anspruch auf einen sogenannten bundeseinheitlichen Medikationsplan...,

...wenn Sie mindestens drei verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen bzw. anwenden. Einnahme oder Anwendung müssen über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen vorgesehen sein. Unter systemisch wirkende Medikamente versteht man Arzneistoffe, die - im Gegensatz zur topischen Anwendung - in das Blut- und/oder Lymphsystem des Körpers übertragen und hierüber im gesamten Körper verteilt werden. Das sind vor allem Tabletten, Dragees, Kapseln, Säfte und Tropfen, deren Wirkstoffe über den Mund in den Körper gelangen. Außerdem gehören dazu Injektionen und Infusionen sowie Zäpfchen, deren Wirkstoffe über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Der Arzt kann auch Medikamente in den Plan aufnehmen, die die Patientin per Selbstmedikation einnimmt, wenn er die Dokumentation für medizinisch notwendig erachtet. Andererseits kann der Patient die Eintragung von Medikamenten ablehnen. Aus diesem Grund enthält der Medikationsplan standardmäßig den Hinweis, dass Aktualität und Vollständigkeit nicht gewährleistet werden können. Aus dem gleichen Grund haftet der Arzt nicht für die Vollständigkeit des Plans.

Zurzeit gibt es den Plan nur auf Papier gedruckt. Ab 2018 soll er auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können, der Anspruch auf eine Papierversion bleibt aber bestehen. Auf dem papiernen Plan ist neben den lesbaren Informationen ein Barcode bzw. QR-Code abgedruckt, der die lesbaren Informationen in digitaler Form enthält und auf diesem Wege von Praxen, Apotheken und Krankenhäusern elektronisch aktualisiert werden kann.

Den Medikationsplan erstellt und aktualisiert in der Regel der Hausarzt, er ist dazu verpflichtet. Ist kein Hausarzt vorhanden, sind auch Fachärzte in der Pflicht. Dies sollte sinnvollerweise derjenige sein, der die überwiegende Koordination der Therapie vornimmt, also bei uns Nierenkranken zum Beispiel der Nephrologe oder die Dialysepraxis.

Neben den selbst verordneten Arzneimitteln nimmt der Arzt auch andere auf, wenn er davon ausreichend Kenntnis hat. Dies können auch nicht verschreibungspflichtige sein. Die Verantwortung für die verschriebenen Medikamente bleibt beim verordnenden Arzt angesiedelt.

Aktualisierungen können auch, wie bereits oben kurz angesprochen, von anderen Ärzten außer dem ausstellenden Haus– oder Facharzt, von Krankenhäusern und auf Wunsch der Patientin auch von Apotheken vorgenommen werden. Apotheken können dann auch Änderungen aufgrund von Rabattverträgen (wenn sich ausschließlich der Name des Präparats ändert) oder vom Patienten erworbene rezeptfreie Medikamente eintragen.

Stehen elektronische Möglichkeiten zur Aktualisierung (der Papierversion) nicht zur Verfügung, können Ergänzungen bzw. Änderungen handschriftlich eingetragen werden. Diese müssen dann bei einer späteren elektronischen Anpassung übernommen werden.

 


Juli 2016

Transplantationsregister – mehr Transparenz und Sicherheit in der transplantationsmedizinischen Versorgung in Deutschland ist beschlossene Sache!

Der Bundesverband Niere freut sich über die Verabschiedung des Gesetzes zur Er­richtung eines Transplantations-registers. ­Fast 20 Jahre nach dem Transplantati­ons­gesetzes (1997) ist nun das Transplantationsregister verabschiedet worden.

Seit Jahren hat der Bundesverband Niere e.V. die Errichtung eines Transplantati­onsregisters gefordert um die Qualität und den Erfolg der Nierentransplantation in Deutschland messen zu können. Erfolgreich wurde dies zuletzt in Kooperation mit wei­teren Partnern im Rahmen der Initiative Nierentransplantation gefordert und Bundesgesund-heitsminister Hermann Gröhe per­sönlich vorgetragen.

(http://www.bundesverband-niere.de/bundesverband/organspende/initiative-nieren­transplan­tation.html).

Am 8. Juli hat der Deutsche Bundestag hat in 2./3. Lesung das Gesetz zur Errich­tung eines Transplantationsregisters verab­schiedet. Ein Meilenstein für die Trans­plantationsmedizin und den beteiligten wissenschaftlichen Bereichen. Auch die Patien­ten sind über den Beirat beim Transplantationsregister gemäß der Patienten­beteiligungsversordnung dabei und eingebunden.

Daneben bieten die künftigen Datensammlungen gute Möglich­keiten für fundierte Forschungen mit anonymisierten oder pseu­donymisierten Zahlenwerken, in diesem medizinisch und menschlich sehr sensiblen Bereich. 

Die Verunsicherung der Gesellschaft und der beteiligten Men­schen bei der Organ­transplantation sowie die damit einherge­henden Minderung an Transplantationen, mit teilweise drastischen Folgen für die Wartepatienten, kann damit ein gutes Stück verringert werden. Mit dem Transplantationsregister stel­len sich  Politik und Ge­sellschaft der Verantwortung und brin­gen gute Maßnahmen für mehr Transparenz und Sicherheit auf den Weg.

Das Selbsthilfenetzwerk Bundesverband Niere begrüßt diesen Schritt außerordent­lich und möchte die Freude darüber teilen –­ dies ist ein guter Tag für die nieren­kranken Menschen in Deutschland.


 

 

 

 

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